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Was steht in einem deutschen Arbeitsvertrag?

Der Arbeitsvertrag ist der rechtliche Grundstein für ein Beschäftigungsverhältnis innerhalb Deutschlands. Er legt die Rechte der Arbeitnehmenden sowie deren Pflichten gegenüber den Arbeitgebenden fest. Inhaltlich solltest du vor Vertragsschluss unbedingt folgende Informationen erhalten, sofern sie nicht im Arbeitsvertrag genannt sind:
• Namen der Vertragspartnerinnen und Vertragspartner (von Ihnen und vom Unternehmen)
• den Vertragsbeginn und seine Dauer
• Angaben zur Probezeit (falls eine solche festgelegt wird)
• den Arbeitsort
• ggf. eine Tätigkeitsbeschreibung, also vor allem, welche Aufgaben dich erwarten werden
• Angaben zum Gehalt
• Angaben zur Arbeitszeit, also wie viele Stunden du pro Woche arbeiten wirst
• Angaben zum Urlaubsanspruch, also wie viele Tage du pro Jahr nehmen kannst
• Angaben zu beidseitigen Kündigungsfristen, also wie lange du oder das Unternehmen im Voraus mitteilen müssen, dass das Beschäftigungsverhältnis beendet werden soll.

Grundsätzlich gilt in Deutschland eine rechtlich bindende Kündigungsfrist von mindestens vier Wochen. Es kann jedoch sein, dass du über einen Tarifvertrag angestellt wirst. Dann befinden sich diese Informationen nicht im individuellen Arbeitsvertrag, sondern im Tarifvertrag (bspw. AVR bei Caritas).

Achte besonders auch auf sogenannte Bindungs- und/oder Rückzahlungsklauseln in deinem Arbeitsvertrag oder anderen Dokumenten darüber hinaus. Damit sind besondere Formulierungen gemeint, die dich als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer verpflichten, deine Stelle für einen bestimmten Zeitraum nicht zu wechseln oder du Geld an deine Arbeitgeberin oder deinen Arbeitgeber zurückzahlen musst, falls du dich doch dafür entscheidest. Diese sollten angemessen sein und natürlich der deutschen Rechtslage entsprechen. Die Krankenhäuser, mit denen Educaro arbeitet, sehen meist eine Verpflichtung für 3 Jahre nach Anerkennung vor.