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Welche Versicherungen habe/brauche ich in Deutschland?

Als Pflegekraft in Deutschland bist du sozialversicherungspflichtig, das heißt, dass du automatisch Mitglied in verschiedenen Versicherungen bist, die dich im Falle von Krankheit oder Arbeitslosigkeit finanziell absichern. Dementsprechend wird ein fester Prozentsatz deines Gehalts als Abgaben zur Sozialversicherung direkt von deinem Gehalt abgezogen und in diese Versicherungen eingezahlt. Zu den Abgaben zur Sozialversicherung zählen alle Arten von Pflichtversicherungen, also die Renten-, Kranken, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Versicherungen wie die Kranken- oder Pflegeversicherung sind solidarisch, was bedeutet, dass die für sie bezahlten Beiträge nicht direkt an Empfängerinnen oder Empfänger entrichtet werden, sondern bei Bedarf an die beitragszahlenden Mitglieder ausgezahlt werden. Die Rentenversicherung ist eine beitragsabhängige Geldleistung, was bedeutet, dass sich die Höhe der Leistungen im Falle des Eintretens der Versicherung aus der Höhe der von dir gezahlten Beiträge zusammensetzt und direkt an dich gezahlt wird. Auch die Arbeitslosenversicherung wird direkt an dich entrichtet, sofern du arbeitslos wirst. Die Höhe der Geldleistung wird hier allerdings auf der Grundlage deines Gehalts der vergangenen 12 Monate berechnet.

Rentenversicherung:
In die Rentenversicherung zahlst du ein, um eine Rente, also eine staatliche Lebensunterhaltszahlung zu bekommen, nachdem du in den Ruhestand übergegangen bist. Die Höhe der Rente ergibt sich durch die Höhe des Einkommens während der Erwerbstätigkeit und die Anzahl an Beitragsjahren in Deutschland. Grundsätzlich werden Renten der gesetzlichen Rentenversicherung auch ins Ausland gezahlt. In bestimmten Einzelfällen kann es jedoch zu Einschränkungen kommen, weswegen du dich daher in diesem Fall rechtzeitig vorher bei der Deutschen Rentenversicherung informieren solltest.

Krankenversicherung / Pflegeversicherung:
Als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer bist du immer auch krankenversichert – entweder als Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung oder einer privaten Krankenversicherung. Wirst du einmal krank, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die medizinische Behandlung. Durch den Abschluss einer Krankenversicherung bist du automatisch auch pflegeversichert. Die Pflegeversicherung tritt in Kraft, wenn du dich z. B. durch eine schwere Krankheit nicht mehr selbst versorgen kannst, also Hilfe von einer Pflegerin oder einem Pfleger brauchst.

Arbeitslosenversicherung:
Die Arbeitslosenversicherung zahlt dir ein regelmäßiges Einkommen für eine bestimmten Zeitraum aus, wenn du deinen Job verlieren solltest. Grundsätzlich musst du dafür meist ein Jahr lang innerhalb der letzten zwei Jahre berufstätig und versichert gewesen sein und wieder auf der Suche nach einer neuen Arbeit sein.

Außerdem hast du die Möglichkeit, nach Bedarf freiwillig zusätzliche Versicherungen abzuschließen, z.B. eine Zahnzusatzversicherung , eine Hausratsversicherung, eine Haftpflichtversicherung und viele mehr.